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Homöopathie
Die Homöopathie wurde von Dr. Samuel Hahnemann (D) zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelt. Hahnemann hatte erkannt, dass Krankheiten auf einer Verstimmung der Lebenskraft beruhen. Sein Prinzip Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln basiert auf vielen akribisch beobachteten und dokumentierten Arzneimittelprüfungen. Die Herstellung der homöopathischen Arzneimittel, wurde von Dr. Hahnemann als Potenzieren bezeichnet, es ist in einem speziellen homöopathischen Arzneimittelbuch (HAB) von ihm beschrieben worden.
Die klassische Homöopathie richtet sich streng nach den §§ des von Hahnemann selbst verfassten Buches „Organon“. Sie arbeitet mit Einzelsubstanzen und Einzelgaben (§273 Organon). Für Hahnemann war es undenkbar mehrere Substanzen in einem Mittel zu verabreichen und die Gabe des Mittels zu wiederholen, bevor nicht eine Verschlechterung des Zustandes deutlich angezeigt war. Die Arzneimittel sind in Globuli- oder Tropfenform. Grundlage ist eine sehr ausführliche Anamnese, woraufhin ein so genanntes Konstitutionsmittel als das den Körper- und Gemütssymptomen am Ähnlichsten wirkende Mittel ausgesucht und verabreicht wird. Es wird in mittleren bis hohen Arzneimittelpotenzen (C, Q, LM) gearbeitet.
Die Komplexmittelhomöopathie hingegen arbeitet mit Arzneien mehrerer Substanzen ähnlicher Symptomatik in einem Mittel. Die Arzneimittelwahl ist somit auf körperliche Symptome eingegrenzt. Die Arzneimittelpotenzen sind niedrig (D). Die Dosierung wird öfter wiederholt. Die Komplexmittelhomöopathie weicht somit von den strengen §§ des Organon ab, was mit Heilerfolgen oder Symptomverbesserungen der nachfolgenden Therapeutengenerationen begründet und verteidigt wird. Komplexmittel werden in Tabletten-, Globuli-, Tropfen-, Kapsel- und Injektionsform angeboten.
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Zitat ..
Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit, oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfange auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachhaltigsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen.
Samuel Hahneman
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